QuantOn Cal®: Calprotectin-Monitoring für die moderne Praxis

QuantOn Cal®: Calprotectin-Monitoring für die moderne Praxis
  • Was ist Calprotectin?

Calprotectin ist ein heterodimerer Komplex, der aus den Kalzium-bindenden Proteinen S100A8 (Synonym: MRP8) und S100A9 (Synonym: MRP14) besteht. Der aus diesen Untereinheiten gebildete Komplex wird daher auch S100A8/A9 bzw. MRP8/14 genannt. Calprotectin wird  hauptsächlich in Neutrophilen und Monozyten gebildet und macht dort den Hauptanteil der löslichen zytosolischen Proteine aus. Als Teil des angeborenen Immunsystems ist es an verschiedenen Prozessen im Rahmen von chronischen Entzündungen beteiligt. Calprotectin wird von aktivierten Neutrophilen ausgeschüttet und kann daher als Nachweis einer Entzündung z.B. in Serum, Speichel, Urin, Liquor sowie in Stuhl bestimmt werden.

  • Warum sollte man Calprotectin in Stuhl bestimmen?

Die Menge an Calprotectin im Stuhl ist ein Maß für die entzündungsbedingte Einwanderung von Neutrophilen ins Darmlumen, weshalb Calprotectin ein sehr guter Marker für entzündliche Geschehen im Darm ist. In der Praxis hat sich Calprotectin schon seit längerem als diagnostisches Hilfsmittel bei der Unterscheidung zwischen chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) und funktionellen Darmstörungen etabliert.

Da bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa die Menge des fäkalen Calprotectins mit dem Ausmaß der endoskopisch festgestellten Entzündungsaktivität korreliert, kann die quantitative Bestimmung von Calprotectin in Stuhl zur Beurteilung der Krankheitsaktivität, zur Optimierung der medikamentösen Therapie sowie zur Vorhersage eines Rezidivs herangezogen werden.

 

  • Klinische Relevanz von Calprotectin in Stuhl

Die Unterscheidung von CED und funktionellen Darmerkrankungen (wie z.B. Reizdarmsyndrom) anhand der klinischen Symptome kann sehr schwierig sein. Um nicht unnötig Patienten zur Diagnosestellung mittels invasiver Verfahren zu überweisen, sollte zuvor der fäkale Calprotectin-Wert bestimmt werden. Ein negatives Calprotectin-Ergebnis schließt mit hoher Sicherheit eine aktive Darmentzündung aus.

Fäkaler Calprotectin-Wert <50 µg/g: Entzündung unwahrscheinlich

 

Der Krankheitsverlauf von CED ist typischerweise durch wiederkehrende Episoden von inflammatorischen Schüben gefolgt von Remission gekennzeichnet, kann sich individuell aber auch ganz anders darstellen. Mehrere klinische Studien haben gezeigt, dass der Calprotectin-Wert im Stuhl bei CED-Patienten ein Rezidiv innerhalb der nächsten 12 Monate anzeigen kann.

Fäkaler Calprotectin-Wert >200 µg/g: ein erneuter entzündlicher Schub in den nächsten 3 - 6 Monaten ist recht wahrscheinlich.

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